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Kreative Textbeiträge von Schülern im Mathematik- bzw. GWK-Unterricht

Auf dem Lehrplan stand die Berechnung der Zeitmaße und jede und jeder kann nun Fragen nach der Berechnung von Zeitpunkt (Wann?) und Zeitspanne (Wie lange?) dazu erfinden.

Ben Herbst aus der 1a hat im Mathematikunterricht im vergangenen Schuljahr dazu einen Text erfunden.

Als um 5:00 die Sonne aufgeht, schläft Peter Lix noch. Um 6:00 muss er allerdings aufstehen. Dann muss Peter sich anziehen und die Zähne putzen. Dafür braucht er 10 Minuten.
Nun geht er frühstücken. Dafür braucht er 15 Minuten.
Dann zieht er sich an und geht zum Bahnhof – für diese beiden Sachen braucht er 20 Minuten.
Um 6:49 geht sein Zug: mit ihm fährt er eine Viertelstunde. Dann hat Peter 4 Minuten Umsteigezeit. Dann ist er 5 Minuten mit dem Bus unterwegs bis er beim Borromäum ankommt. Nun kann er sich in Ruhe umziehen und dann noch 10 Minuten mit dem Handy spielen.
Um 7:45 beginnt der Unterricht. An diesem Tag hat er 6 Unterrichtsstunden, die jeweils 50 Minuten dauern. Dazwischen hat er immer 5 Minuten Pause. Bis auf die Pause zwischen der 3. und 4. Stunde, da hat er nämlich 20 Minuten.
Um 13:25 geht Peter essen. Dann beginnt um 14:00 die Freizeit. Um 15:05 ist die Freizeit aus. Nun muss er bis 17:00 Hausübung erledigen und lernen. Zwischen 16:00 und 16:10 ist übrigens eine Jause im Speisesaal vorbereitet.
Um 17:12 geht ein Bus, mit dem er 6 Minuten lang fährt. Nun hat er 9 Minuten Zeit bis sein Zug kommt, mit dem er dann 16 Minuten fährt.
Zu Hause ist Peter um 18:00. Dort isst er eine halbe Stunde zu Abend, bis er dann ins Bett geht und um 19:00 schläft.


Lieber Ben, vielen Dank für deine Ideen und dass du dir die Zeit genommen hast, sie aufzuschreiben. Noch dazu hast du für mich alles in Druckschrift mit Tinte auf ein großes kariertes Papier notiert. Das war wirklich viel Mühe. Danke.
Mir persönlich gefällt die Geschichte unter anderem auch, weil sie einen Einblick in das tägliche Leben unserer jüngsten Borromäumsschüler gibt.
Mag. Elisabeth Wimmer, M-Professorin der 1a.

Gabriel Wallner aus der 3c hat sich im Sommersemester 2019 in Geographie und Wirtschaftskunde mit der Zeit vor der Einführung des Euro in Österreich beschäftigt. „Der Wechselkurs zwischen Österreichischen Schillingen und italienischen Lire“ war sein Thema:

Die italienische Lira war eine weiche Währung. Das bedeutet, dass ihr Wert immer weniger und weniger wurde.
In den Urlaubsmonaten war es für uns und die anderen Urlauber in Italien oft billiger als zu Hause, wenn sich die Inlandpreise noch nicht angepasst hatten.
Durch die ständige Geldentwertung wurden die italienischen Lire immer weniger wert.
Der Österreichische Schilling und die deutsche Mark wurden im Verhältnis sieben Schillinge zu einer Mark gewechselt. Das blieb immer ungefähr gleich.
Für den Schilling bekam man aber Jahr für Jahr mehr italienische Lire.
Für die Exporte der Italiener brachte die Weichheit der Lire oft einen Vorteil. Italienische Produkte wurden für die Österreicher und die Deutschen durch die ständige Verschlechterung des Wechselkurses oft günstiger.
Exporte aus Italien nach Österreich konnten günstig erworben werden.
Als Beispiel: „Dieses Jahr bekomme ich für einen Schilling einen Lolly. Nächstes Jahr, wenn sich die Inlandpreise noch nicht angepasst haben, werde ich für einen Schilling gleich zwei Lollys bekommen.“
Bevor der Euro eingeführt wurde, wurden die Wechselkurse eingefroren, so waren die deutsche Mark und der Österreichische Schilling unveränderbar:
2 deutsche Mark = 14 Österreichische Schillinge = ca. 2000 italienische Lira = 1 Euro.


Lieber Gabriel, vielen Dank für das sorgfältig erarbeitete Referat!
Mag. Elisabeth Wimmer, GWK-Professorin der 3c.