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Carmina Burana 2015

260 junge Sängerinnen und Sänger musizierten am 17. April 2015 eines wohl eindrucksvollsten Werke der Chorliteratur: die Carmina Burana von Carl Orff. Das Halleiner Kammerorchester und Studenten des Mozarteums und des Musikums begleiteten unsere Schulchöre, den Chor der BAKIP und die Jugendkantorei am Salzburger Dom. Diese Produktion geht nun auf Reisen und ist Teil der Feierlichkeiten des 50 Jahr - Jubiläums der Städtepartnerschaft Salzburg - Reims, wo die Carmina Burana schließlich am 15. Mai im Cirque de Reims als Grußbotschaft Salzburgs erklingen wird.

C. Orff hat 24 Lieder aus der Mittelalterlichen Lieder- und Gedichtsammlung "Carmina Burana" ausgewählt und sie mit Stilmitteln des Mittelalters neu auskomponiert und instrumentiert. Mit einem ungewöhnlich großen Orchesterapparat kann sich der Zuhörer der rhythmischen Schlagkraft und monumentalen Klangsprache Carl Orffs kaum entziehen - für Zuhörer und Musiker gleichermaßen ein Erlebnis.

Barock im Dom 2013 -
Bach: Magnificat - Vivaldi: Gloria

Bachs Magnificat und das Gloria von Antonio Vivaldi zählen ohne Zweifel zur großen Chor- und Orchesterliteratur im Hochbarock. Eine besondere Herausforderung für einen Jugendchor, wo es einer ganz besonderen Symbiose bedarf, um diese Werke jungen Leuten näher zu bringen, in die musiktheoretischen Grundlagen einzuführen und schließlich das Ensemble bis zur Aufführung vorzubereiten und zu begleiten. Ein spannender Weg für alle Beteiligten.

Bei diesem außergewöhnlichen Schulprojekt arbeiteten Studenten der Universität Mozarteum und professionelle MusikerInnen mit den Lehrern der Schulen BAKIP Salzburg und PG Borromäum zusammen.

Die beiden Komponisten haben diese Werke für junge Sängerinnen und Sänger konzipiert, Bach als Thomaskantor in Leipzig und Vivaldi als Lehrer am Mädchenkonservatorium in Venedig. Treffsicher werden diese Werke mit genau dieser Besetzung nun im Dom zu einen Klangerlebnis vereint, wo Knabenchor, Mädchenchor und Männerstimmen von einem Barockorchester mit Originalinstrumenten jener Zeit begleitet werden, in dem beeindruckenden Barockraum des Salzburger Doms. Ein Zusammenarbeit eines Jugendchors mit einem Barockorchester war in Salzburg eine Premiere.

Der junge Trompeter Raphael Pouget spielte als Auftakt des Konzerts die Suite D-Dur von G. F. Händel für Barocktrompete spielen. Der 17jährige Schüler des Borromäums spielte eine Trompete aus dem 18. Jh. spielen, ein Instrument ohne Ventilmechanik, mit einem besonders fanfarenartigen Klang. Die Werke erklangen auch schon am 6. April 2013 in der Kathedrale zu Straßburg, wo 1400 Besucher dem Konzert lauschten. Die Aufführung im Salzburger Dom fand am 29. Mai 2013 statt.

W. A. Mozart: Requiem 2011 -
ein Jahresprojekt

Das Chorjahr stand ganz unter dem Zeichen eines der wohl größten und auch geheimnisvollsten Werke der Musikgeschichte – Mozarts Requiem. Seit Oktober wurde intensiv mit Unterstützung von Studenten des Mozarteums an den einzelnen Sätzen geprobt. Es folgten Ende Februar schließlich drei Intensivtage mit insgesamt 15 Stunden Probenarbeit, zu einem großen Teil in der Freizeit der Schüler.

Die Abschlussprobe dieser Intensivtage hielt Domkapellmeister János Czifra, der mit der wohl größten Erfahrung in Salzburg (180 Requiemaufführungen !) uns in die Geheimnisse dieses Werks führte - herzlichen Dank. Ein Workshop mit den SchülerInnen unter der Vorbereitung von Gerrit Stadlbauer und Moritz Guttmann klärten schließlich noch die letzten Fragen zum Text, zur Entstehungsgeschichte und zu den musikalischen Vorlagen des Werkes.

Nun war es soweit. 140 Jugendliche, vom jungen Knabenchorsopran bis zum Maturantenbass machten sich auf den Weg in die Partnerstadt Reims. Vor 1900 Besuchern konzertierten nun die Chöre des Borromäums und der BAKIP am 2. April 2011 in der Kathedrale zu Reims Mozarts Requiem. Ein halbes Jahr Vorbereitungsarbeit zahlte sich aus. Die Jugendlichen musizierten auf höchstem musikalischen Niveau. Reims war beeindruckt.

Das Städtepartnerschaftskomitee hat sich sehr gastfreundlich um uns bemüht, so wurden wir in das Rathaus und in das erzbischöfliche Palais zum Empfang geladen und alle organisatorischen Details vorort professionell organisiert. Ein Besuch in einer Champagner Kellerei und eine Ausflugsfahrt in die Weinberge zeigten den Schülerinnen und Schülern andere Bereiche der langen kulturellen Tradition dieser Region. Die Partnerstadt Reims hat uns zum Festival der Partnerschaft für das Jahr 2014 bereits wieder eingeladen. Am 20. Mai konnten wir schließlich das Werk auch im bis zum letzten Platz gefüllten Salzburger Dom aufführen. Ein schöner Abschluss einer intensiven Arbeitsphase.

Es unterstützten uns als Musiker wieder das Halleiner Kammerorchester und Bläser des Mozarteums und der Salzburger Dommusik. Das Projekt wäre nicht möglich gewesen ohne die großzügige Unterstützung der Erzdiözese Salzburg, der Schulsponsoren der beiden Schulen, des Magistrats Salzburg, der Kulturförderung der Landes Salzburg und des Elternvereins der BAKIP. Herzlichen Dank.

African Horizons 2010

Afrikanische Musik in der untrennbaren Verbindung von Bewegung, Text und Musik fasziniert seit geraumer Zeit die moderne Chorszene. Viel zu oft nähert man sich dieser Musik zu europäisch, eigentlich fast als Persiflage gegenüber dieser hochanspruchsvollen Aufführungspraxis.

In diesem Projekt konnten junge Sängerinnen und Sänger direkt mit afrikanischen Musikern in Verbindung treten. Mduduzi Mofokeng als Lead-Sänger zahlreicher Chöre in Südafrika aus Soweto begleitete in der letzten Phase das Projekt um afrikanische Musik gemeinsam mit afrikanischen Percussionisten der Gruppe Agidigbo im Odeion und der Großen Aula in zwei Konzerten im November zum klingen zu bringen. Die beteiligten fünf Salzburger Jugendchöre (Musisches Gymnasium, BAKIP Salzburg, Borromäum, Jugendkantorei und Jugendchor Musikum) studierten darüber hinaus auch Literatur Südafrikanischer Komponisten ein.

In Zusammenarbeit mit dem Chorverband Salzburg, den Akzenten Salzburg und dem Odeion wurden über die Konzerte hinaus Workshops für Schülerinnen und Schüler aus Salzburger Schulen und für interessierte Chorleiter angeboten.

Ein Projekt, das aktive Jugendarbeit mit gemeinsamem Muszieren, intensiver künstlerischer Arbeit und vor allem dem Verständnis für andere Kulturen in spezieller Form verband.

Projektleitung: Norbert Brandauer – Moritz Guttmann