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The Blues Brothers - September 2016

Der Geist einer neuen Musicalproduktion schwebte schon lange in den Köpfen von Moritz Guttmann, Kurt Lenzbauer, Katharina und Gerald Gutschi. Schon bald verfestigte sich der Vorsatz, die „Blues Brothers“ auf die Bühne zu bringen.
Bald war die Festspielbühne auf der Pernerinsel als geeigneter Spielort ausgewählt, war er dem Team schon mit „Tanz der Vampire“ (2002) und „We will rock you“ (2009) als hervorragende Musicalbühne bekannt.
Die „Blues Brothers“ lagen dem Team aber nur in Form eines Filmes vor. Diesen Film galt es nun für die Bühne als Musical umzuschreiben. Das Musical bleibt in seiner Grundstruktur streng am Film. Größtenteils werden auch die Musiktitel aus dem Film verwendet. Teile der Handlung mussten zwar umgeschrieben und für Bühne und Darstellerinnen und Darsteller adaptiert werden. So wurden zu den bekannten Songs auch einige moderne Lieder eingestreut.

Zuvor galt es aber noch die Solistinnen und Solisten bei zwei Castingterminen (Mai 2015) zu ermitteln. 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich der Jury. 32 Rollen konnten somit bestens besetzt werden. Schauspielproben, Chor-, Solisten- und Tanzproben galt nun es nun mit den Stundenplänen zu koordinieren. Projektwochen, Schularbeiten und Matura spielten bei dieser Produktion ebenfalls eine wichtige „Rolle“.
150 junge Menschen engagierten sich also auf und hinter der Bühne in den Bereichen Gesang, Schauspiel, Tanz, Chor, Band und Bigband oder unterstützen das Technik- und Produktionsteam.
Am 16. September 2016 war es dann soweit: Vorhang auf zur Premiere.
Etwa 5000 Zuschauer konnten das Spektakel erleben.

Sister Act - Produktion Oktober 2012

Fast eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit von der Vororganisation bis zu den Einzelproben, von unzähligen Besprechungen und Beratungen bis zu den Castings und schließlich zu den letzten Proben. Ein harter Weg, den die Jugendlichen begeistert mitgingen und mitgestalteten. Und es hat sich gelohnt. „Diese Erfahrungen und Eindrücke werden wir in unserem Leben nie mehr vergessen…“ heißt es nicht nur einmal in Kommunikationsplattformen im Netz.

160 Jugendliche haben im Oktober die Kulturszene in Salzburg bewegt. In 9 Aufführungen wurden 6200 Zuschauer erreicht.

Neben dem musikalischen Fortschritt und der musisch kreativen Leistung der jungen DarstellerInnen ist die Schar an Jugendlichen in den letzten Monaten regelrecht zu einer „Musical-Familie“ zusammengewachsen. Die unzähligen Stunden in der Freizeit, der Erfolg aber auch Proben mit ratlosen Momenten geben dieser Produktion Recht. Jugendliche haben Ziele, übernehmen Verantwortung in der Gemeinschaft und schaffen fast Unmögliches eingebettet im Sozialgefüge eines Chores, im Tanzensemble oder in der Band. Dieses Projekt ist wohl ein bemerkenswerter Impuls in der Jugendkultur in Salzburg.

'Schools will rock you' 2009

Nach unserem großen Erfolg von „THE LION KING“ im Herbst 2006 mit vier ausverkauften und umjubelten Vorstellungen im Haus für Mozart hatte sich das bewährte Projektteam um Kurt Lenzbauer (Regie) und Moritz Guttmann (musikalische Leitung) für eine neue Produktion wieder zusammengefunden.

Das Erfolgsmusical „WE WILL ROCK YOU" wurde mit den Schulen PG Borromäum, BAKIP Salzburg und PG Ursulinen in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen in einer professionellen Version im Oktober auf der Festspielbühne Pernerinsel in Hallein zur Aufführung gebracht. Mit 200 Mitwirkenden war dies die größte Schulproduktion Österreichs der letzten Jahre.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten etwa ein Jahr mit Lehrern, Künstlern und dem Team der Salzburger Festspiele zusammen.

Drehpunkt Kultur schrieb am 12.10.2009

Hexenkessel rockt über...

Hut ab vor dem, was den Schulen da gelungen ist! Das Musical „We Will Rock You“, eine Koproduktion der Schulen BAKIP, Ursulinen und Borromäum, hatte am Freitag (9.10.) auf der Pernerinsel Premiere. DrehPunktKultur besuchte die Zusatzaufführung am

Schon im Titel kommt Ben Eltons Produkt etwas adaptiert daher - „Schools Will Rock You“ - und das tut ihm ganz gut. Fragt man sich doch sonst, warum professionelle Belegschaften Erwachsener auf arrivierten Bühnen mit diesem albernen Plott bemüht werden, machen hier die Anspielungen auf das Schulwesen - von Betroffenen vorgetragen - wenn schon nicht mehr Sinn, so doch viel mehr Spaß!

Die Jugendlichen setzen eine wunderbar chaotische Antwort in die wirre Landschaft der aktuellen Bildungs-„Diskussion“. Auch passt der wenig konzise Zusammenhang des Stückes sehr gut zu den Anfordernissen an eine Schulproduktion, wo verschiedene Gruppen ihren Möglichkeiten gemäß eingesetzt sein wollen. - Hut ab vor dem, was den Schulen da gelungen ist.

Das Dutzend jugendlicher Solisten wurde seiner Aufgabe durchgehend bravourös gerecht (Stimmbildung Waltraud Grabherr-Hartinger und Gerrit Stadlbauer). Perfekte geführt wurden die verschiedenen Teams: Da gehen die „Gagas“ von ihrer gleichgeschalteten Choreographie (Katharina Gutschi, Kurt Lenzbauer, Vinzent Wagner) auf ihren Chorplatz, stehen je nach Bedarf stramm, oft zusammen mit anderen Teams, bis zum nächsten Einsatz. Reibungslos reihen sich die Biker-Knaben in die Chormasse ein.

Solisten treten aus dem Chor heraus, integrieren sich wieder. Wirkungsvolle Massenszenen - unterstützt von so funktionellen wie kleidsamen Kostümen (Maria Wengler, Gertrude Hinterberger, Barbara Vierlinger) und einer stimmungsvollen, nicht überladenen Bühnen-Ausstattung - begeistern. Zwei Videowände und eine überdimensionale Scheinwerferbatterie reichen aus, um den Impuls aus Musik und Spiel zum Überkochen zu bringen.

Die etwas abgegriffenen Scherzchen und erotischen Anspielungchen gehen natürlich auf. Sie sind - ebenso wie die plakative und etwas schablonenhafte Personenführung - nicht den Ausführenden anzulasten, sondern der dramaturgischen Insuffizienz des Originals. Wenn dagegen das Publikum zu den Nummern mitrockt und durch die alte Saline alle Hände fliegen und Beine stampfen, liegt das an der Qualität der aktuellen Aufführung.

Die Band unter Moritz Guttmann heizt die Stimmung auf Bühne und im Publikum an bis in die - bei aller Ausgelassenheit - perfekt getrimmte Ekstase. Vinzent Wagners atemberaubender Breakdance kommt gut gezielt zum Einsatz, um immer noch eins draufzusetzen. Dabei verstört erfreulicherweise nicht das Geplärr überdrehter PA-Anlagen, das sonst jeden Musical-Besuch zur Zumutung macht.

Es ist vor allem die stimmige Geschlossenheit im Miteinander, die diese Produktion über das Schulmäßige weit hinaushebt und zeigt, was ein eingespieltes Team vermag. Gerald Gutschi verantwortet als Koordinator einen Glücksfall für die betroffenen Schulen und die Salzburger Öffentlichkeit. Würde das Schule machen, gäbe es für Musicals bald keine Theater mehr.